Michael Pross, Sprecher der niedersächsischen Taxi-Branche, fordert angesichts hoher Spritpreise schnelle Hilfe für die Unternehmen. „Die extrem gestiegenen Kraftstoffpreise treffen ein tarifgebundenes Gewerbe, das seine Preise nicht selbst anpassen darf. Schon jetzt bleiben erste Fahrzeuge stehen, weil der tägliche Betrieb nicht mehr finanzierbar ist“, sagt Pross. Er verweist auf Preissteigerungen um bis zu 60 Cent pro Liter. Laut der Fachvereinigung Taxi und Mietwagen im Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) sind vor allem Krankenfahrten akut bedroht. Die Warnung der Branche: „Ohne sofortiges politisches Eingreifen erreichen viele Patienten ihre lebenswichtigen Behandlungen künftig nicht mehr zuverlässig.“ Die Taxiunternehmen erinnern zudem an den zum Jahresbeginn von 12,82 auf 13,90 Euro gestiegenen Mindestlohn. Dieser sei in vielen Regionen und Taxitarifen noch nicht berücksichtigt worden. „Die Unternehmen zahlen höhere Löhne, dürfen aber nicht die entsprechenden Einnahmen erzielen. Ein tarifgebundenes Gewerbe kann diese Diskrepanz nicht tragen“, kritisiert Pross. Die Branche drängt deswegen auf sofortige Entlastungen durch die Aussetzung der CO2-Bepreisung, schnelle und unbürokratische Kraftstoffkostenzuschüsse sowie steuerliche Entlastungen.


