
Stefan Idel, bisher Korrespondent der Oldenburger Nordwest-Zeitung in der Landeshauptstadt Hannover, scheidet in dieser Funktion aus. Er hat sich am Mittwoch von der „Landespressekonferenz“ (LPK), dem Verein der landespolitischen Journalisten, verabschiedet. Idel war bereits Mitte der neunziger Jahre für Landespolitik zuständig und über zwei Jahre auch in Hannover tätig. Danach hat er lange Zeit Führungsaufgaben in der Oldenburger Redaktion wahrgenommen, bevor er dann zur Osterzeit 2020 wieder nach Hannover kam. In den vergangenen sechs Jahren war er das Gesicht der Küstenregion in Hannover, geprägt von intensiver Kenntnis der Personen, regionalen Eigenheiten und Konstellationen. Idel galt in der LPK als fachkundig und sicher in seinen Einschätzungen. Als Fragesteller war er wegen seiner Präzision bei manchen Pressesprechern gefürchtet, dann aber wieder wegen seines freundlichen Wesens sehr geschätzt. Der LPK-Vorsitzende Niklas Kleinwächter würdigte ihn als hervorragenden Kollegen, den man in Hannover sehr vermissen werde. Regierungssprecher Christian Budde meinte, wieder verlasse eine starke Person den Kreis der landespolitischen Berichterstatter und die Vielfalt werde darunter leiden. Idel verabschiedet sich von Hannover, da der Madsack-Konzern die NWZ übernommen hat und die landespolitischen Berichte im Oldenburger Raum künftig von Kollegen der HAZ-Redaktion aus Hannover bestückt werden. Der gebürtige Lemgoer, der Politik in Münster studiert hat, wird nun zunächst die Emden-Redaktion der Emder Zeitung, die zur NWZ gehört, verstärken.


