Mert Yilmaz und Sebastian Fischer, Mitarbeiter des Landesamtes für Statistik (LSN), haben auf die aktuelle Preisentwicklung in Niedersachsen hingewiesen. Aus Daten des Landesamtes geht eine teilweise deutliche Veränderung der Zahlen hervor. Das Niveau der Verbraucherpreise in Niedersachsen hat sich demnach im August 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,9 Prozent erhöht. Im Juli 2026 hatte die Inflationsrate bei 2,7 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im August 2026 um 0,2 Prozent. Im August 2026 lagen die Energiepreise mit einem Anstieg von 10,2 Prozent deutlich über dem Niveau des Vorjahresmonats und trugen wie bereits in den letzten Monaten spürbar zur Gesamtteuerung bei. Die Preise für Kraftstoffe stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 27,9 Prozent, darunter Diesel (plus 42,2 Prozent) und Superbenzin (plus 23,6 Prozent). Während Haushaltsenergie (minus 1,0 Prozent) günstiger war als im Vorjahresmonat, zahlten Verbraucher deutlich mehr für leichtes Heizöl (plus 54,3 Prozent). Die Preise für feste Brennstoffe waren um 1,8 Prozent höher als im August 2025. Günstiger als vor einem Jahr waren hingegen Fernwärme (minus 6,6 Prozent), Erdgas ohne Betriebskosten (minus 6,9 Prozent) und Strom (minus 3,7 Prozent). Der Gesamtindex ohne Heizöl und Kraftstoffe stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,8 Prozent. Im Bereich der Nahrungsmittel sanken die Preise gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,5 Prozent und wirkten der Inflation entgegen. Hohe Preisanstiege gegenüber August 2025 gab es für Kopfsalat oder Eisbergsalat (plus 28,3 Prozent), Möhren (plus 16,3 Prozent), Eier (plus 11,6 Prozent), Paprika (plus 8,5 Prozent), Salzgebäck (plus 7,3 Prozent) und Zucker (plus 6,7 Prozent). Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahresmonat gab es hingegen bei Butter (minus 29,1 Prozent) und Milch (minus 10,3 Prozent). Die Preise für Obst (frisch oder gekühlt) gingen im Vergleich zum Vorjahresmonat insgesamt um 7,4 Prozent zurück, insbesondere für Äpfel (minus 9,2 Prozent), Orangen (minus 7,6 Prozent) und Weintrauben (minus 7,1 Prozent) sanken die Preise deutlich. Die Inflationsrate ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie, häufig auch als Kerninflation bezeichnet, lag im August 2026 bei 2,5 Prozent.


