
Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall für Niedersachsen, verweist nach Spekulationen über ein neues Sparprogramm und mögliche Werksschließungen bei Volkswagen AG auf die bestehenden Vereinbarungen. „An uns als Tarifvertragspartei ist in dieser Angelegenheit nicht herangetreten worden“, erklärte der Verhandlungsführer für den Haustarifvertrag des Konzerns. Zugleich erinnerte Gröger an den Tarifabschluss vom Dezember 2024, der nach harten Warnstreiks zustande kam und betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2030 ausschließt. „Wir verfügen über ein bestehendes, tragfähiges Tarifvertragswerk“, sagte Gröger. Die Beschäftigten hätten mit Zugeständnissen von rund 1,5 Milliarden Euro bereits einen erheblichen Beitrag geleistet. „Vereinbarungen gelten und Verträge sind einzuhalten“, betonte der Gewerkschafter. Auslöser der jüngsten Debatte ist ein Bericht des „Manager Magazin“, wonach der Konzern bis Ende 2028 die Kosten konzernweit um rund 20 Prozent senken wolle – insgesamt gehe es um ein Volumen von etwa 60 Milliarden Euro. Als Gründe werden schwächere Geschäfte in China, hoher Investitionsdruck und neue Handelskonflikte genannt. Konkrete Entscheidungen zu Werksschließungen oder neuen Einschnitten sind bislang nicht bekannt. Der VW-Konzern kommentierte den Bericht nur ausweichend. Bei der Umsetzung des Effizienzprogramms befinde man sich „auf Kurs“ und habe bereits Einsparungen in zweistelliger Milliarden-Höhe erreicht. Bei der Jahrespressekonferenz am 10. März werde CEO Oliver Blume „einen Zwischenstand kommunizieren“.


