(rb) Braunschweig. Ein klares Bekenntnis zu VW, zur Verantwortung des Landes für den Automobilkonzern und damit letztlich zum VW-Gesetz hat die SPD-Landtagsfraktion während ihrer Klausur am Montag in Braunschweig abgegeben. Sie wandte sich in einer Resolution besonders gegen „Angriffe interessierter Kreise auf die bewährte und beispielhafte Mitbestimmung im VW-Konzern“. Im Beisein des Betriebsratsvorsitzenden Bernd Osterloh forderte die Fraktion darin einen tragfähigen Zukunftspakt für VW, seine Standorte und Beschäftigten. Im Einzelnen verlangt die Fraktion den Erhalt aller niedersächsischen Standorte und der damit verbundenen Zulieferstrukturen, den Aufbau neuer hochwertiger Industriearbeitsplätze, die erfolgreiche Bewältigung des technologischen Wandels zur Entwicklung schadstoffarmer Antriebe wie Hybrid-, Wasserstoff-, Elektroantriebe sowie besonders energiesparender Verbrennungsmotoren und vor allem den Erhalt der Mitbestimmungsstrukturen bei Volkswagen. Was die Aufarbeitung des Abgasskandals betrifft, war man sich mit Osterloh einig, dass dieser nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden dürfe. Gefordert sei eine schonungslose und transparente Krisenaufarbeitung. Um das Vertrauen von Politik und Gesellschaft zurückzugewinnen, seien aber weitere Erwartungen zu erfüllen. Ein wegweisender Zukunftspakt beinhaltet demnach u.a. energische Schritte in Richtung Transformation zum vernetzten Mobilitätsanbieter, einen nachhaltigen Kompetenzaufbau in der zukunftsrelevanten Batterieforschung sowie die Stärkung der Mobilitätswirtschaft im Bereich der Sicherheitstechnik, heißt es.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #98.