(rb) Hannover. Die verbindliche Einführung des ungeliebten Schulgirokontos wird erneut verschoben. Nach Angaben des GEW-Landesverbandes haben die Regionalabteilungen der Landesschulbehörde die Schulleitungen am Montag darüber informiert, dass es Software-Probleme gebe. Bisher nutzen offenbar nur 400 der 3200 Schulen das Schulgirokonto, obwohl es bereits 2004 eingeführt wurde und seit 2009 verbindlich ist. Bis auf weiteres nimmt die Landesschulbehörde auf Wunsch der Schulen die Aufgabe wahr , die Zahlungen des vom Land finanzierten Schulbudgets abzuwickeln. Eine vom Sparkassenverband entwickelte Buchungssoftware wird seit Monaten in einer Pilotgruppe von fünf Schulen auf ihre Praxistauglichkeit getestet. „Wann letztlich eine anwendbare, den Bedürfnissen der Schulen dienliche Version vorliegt, ist noch nicht absehbar“, sagte Barbara Hallerbach, die als GEW-Vertreterin des Schulhauptpersonalrats in der Pilotgruppe mitarbeitet. Ohne eine marktgängige Version einer Buchungssoftware könne das Schulgirokonto nicht verbindlich sein. Offenbar habe das Kultusministerium jetzt die Reißleine gezogen. Die nächste Zeit müsse genutzt werden, um die Bedingungen für die Schulen verträglich zu gestalten. Dazu zähle auch die Entlastung von zusätzlicher Verwaltungsarbeit, findet die GEW.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #217.