12. Jan. 2026 · 
P und PBildung

Schriftliches Dividieren erst ab Klasse 5: Viel Kritik am neuen Grundschul-Curriculum

Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer von Niedersachsen-Metall, kritisiert die Pläne des Kultusministeriums zur schriftlichen Division. „Seit Jahren wird vor sinkenden Bildungsstandards und wachsenden Defiziten bei Schulabgängern gewarnt, besonders in den MINT-Fächern. Statt diesen Trend mit besserem Unterricht zu stoppen, wird nun der völlig falsche Weg gewählt: das Absenken der Anforderungen.“ Ähnlich äußerte sich Benedikt Hüppe von den Unternehmerverbänden: „Die Entscheidung, schriftliches Dividieren aus dem Grundschulunterricht zu streichen, ist ein Fehler. Es ist unglaublich, was wir hier erleben. Mathematische Grundkenntnisse sind unverzichtbar für Schule, Ausbildung und Beruf. Kinder brauchen ein solides Basiswissen als Fundament für ihren weiteren Bildungsweg.“ Ab dem neuen Schuljahr verschwindet das schriftliche Bruchrechnen aus dem Kerncurriculum niedersächsischer Grundschulen. Das Kultusministerium setze damit einen Beschluss der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2022 um, erklärte Ministeriumssprecherin Britta Lüers. Sie betonte außerdem gegenüber dem Politikjournal Rundblick, dass die Rechenweise nicht gestrichen, sondern bloß auf die fünfte Klasse verschoben werde. Weil das schriftliche Dividieren – im Gegensatz zum halbschriftlichen Dividieren – sehr voraussetzungsvoll sei, müsse man sich zuerst darauf konzentrieren, die Basiskompetenzen etwa im Einmaleins und im Subtrahieren zu stärken.

Dieser Artikel erschien in Ausgabe #006.
Niklas Kleinwächter
AutorNiklas Kleinwächter

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