Prof. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), hat sich lobend zur geplanten Industriestrombremse für energieintensive Unternehmen geäußert. „Abgesehen davon, dass durch die Abschaltung der letzten Atomkraftwerke das Stromangebot unnötig verknappt wurde, ist das ein pragmatischer Vorschlag zu richtiger Zeit“, schreibt Hüther in einer gemeinsamen Stellungnahme mit seinen Kollegen Andreas Fischer und Thilo Schaefer.

Dass für den sogenannten „Brückenstrompreis“ nur die Unternehmen anspruchsberechtigt sind, die auch bei der Ausnahmeregelung für die EEG-Umlage profitierten, bezeichnen die IW-Experten als „politisch konsistent“. Der Preis von sechs Cent pro Kilowattstunde, der für 80 Prozent des Stromverbrauchs gelten soll, sei gut gewählt. „Er liegt nur leicht unter dem Preis, der derzeit bei langfristigen Verträgen für erneuerbare Energien gezahlt wird und spiegelt die Kosten von Wind und Solar gut wider“, heißt es.
Man dürfe sich jetzt nur nicht im Klein-Klein verlieren und das Konzept rasch umsetzen, bevor es zu einem weiteren Produktionsrückgang kommt. „Zu kleinteilige Vorgaben würden die Planungssicherheit und damit die Wirkung der Preisbremse stark verwässern“, warnen Hüther und Kollegen. Die Bedingung der Tariftreue verwarfen sie als „völlig sachfremd“.
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