Laut Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) besteht nach den vermehrten Corona-Fällen rund um einen Restaurantbesuch in Leer der begründete Verdacht, dass dort Hygiene- und Abstandsregeln nicht eingehalten worden sind. Die Behörden würden nun Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die Organisatoren aber auch gegen die Teilnehmer der Feier einleiten, erklärte die Ministerin am Montag in der Landespressekonferenz in Hannover.
https://www.youtube.com/watch?v=6lZeZNTQIXI&feature=youtu.be
Nach Aussagen von Teilnehmern seien bei der Feier Hände geschüttelt worden und es habe Umarmungen gegeben. Der Teilnehmerkreis sei wohl auch größer gewesen als ursprünglich angegeben. Zudem sei allein schon eine Zusammenkunft dieser Art nicht von den Lockerungen für die Gastronomie gedeckt gewesen. „Das war eine Veranstaltung – und die sind untersagt“, bekräftigte Reimann.
Lesen Sie auch: Kanzleramt hält weitere Corona-Lockerungen für möglichVerbände klagen: Jugendgruppen bleiben de facto verboten
Allein 18 Corona-Infektionen ließen sich bislang direkt mit jener Feier, die am 15. Mai in einem Restaurant in Leer stattgefunden hat, in Verbindung bringen. 118 Personen mussten sich darüber hinaus in häusliche Quarantäne begeben, weil sie mit einer infizierten Person in Kontakt gekommen waren. Betroffen seien auch Teile des Betriebsrates und der Geschäftsführer der Meyer Werft. Dieser Fall zeige, dass schon eine einzelne Veranstaltung ausreiche, damit sich das Virus in hohem Tempo weiterverbreite und zu einer großen Belastung auch für unbeteiligte Kontaktpersonen werde, so Reimann.