Seit Monaten belastet eine Rathausaffäre die Politik in der Landeshauptstadt[/caption]
Nach Informationen des Politikjournals Rundblick war für Herbert eine Zulage für sein B2-Gehalt (7233 Euro monatlich) faktisch auf B7 (9577 Euro monatlich) und einer pauschalen Überstundenvergütung von 80 Stunden im Monat die Rede. Härke, der bis vor wenigen Monaten als Personaldezernent für diese Fragen zuständig war, hat sich, wie aus einem Mail-Verkehr hervorgeht, offenbar dagegen gesträubt - und so spitzte sich der Konflikt zwischen den beiden Männern zu. Härke war im vergangenen Jahr wegen einer anderen Personalsache ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Er soll versucht haben, seiner ebenfalls im Rathaus beschäftigten Lebensgefährtin eine neue Tätigkeit zuzuweisen.
Als das bekannt wurde, ging Schostok zunehmend auf Distanz zu Härke, Schostok entzog ihm die Zuständigkeit für Personalfragen. Die SPD im Rat möchte Härke abwählen, bräuchte für die nötige Zweidrittelmehrheit aber das Ja der CDU – die weigert sich bisher, da dies mit einer eindeutigen Schuldzuweisung an Härke verbunden wäre und Härke damit zum Sündenbock einer Affäre gemacht würde, in der tatsächlich wohl mehrere Fehler begangen haben und die Führungsschwäche des Oberbürgermeisters offenkundig wird.


