Thorsten Krüger, Landrat von Cuxhaven, hat einen erfolgreichen Wolfsabschuss vermeldet. Erst wenige Tage zuvor hatte er eine entsprechende Ausnahmegenehmigung erteilt, nachdem in der Nacht zum 18. Februar eine ganze Schafherde mit rund hundert Tieren über Stunden fünf Kilometer von der Weide in den Ortskern von Stinstedt gehetzt worden war. Ob es sich bei dem nun getöteten Wolf um die gesuchte Fähe mit der genetischen Kennung GW2492f handelt, wird nach Auskunft der Kreisverwaltung nun vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin untersucht. Umweltminister Christian Meyer (Grüne) betonte, dass die Landesregierung „gewillt und bereit“ sei, zu handeln. „Wir warten die geplanten Rechtsänderungen auf Bundesebene nicht ab, auch wenn es schwierig ist. Unabhängig davon brauchen wir endlich bessere Möglichkeiten für eine einfache, unbürokratische und rechtssichere Entnahme von Problemwölfen sowie ein regional differenziertes Wolfsmanagement, um auf Risshäufungen wie im Raum Cuxhaven besser reagieren zu können.“ Der Wolf im Kreis Cuxhaven ist das erste Tier, das seit dem Regierungswechsel in Hannover nach einer erteilten Abschussgenehmigung tatsächlich entnommen werden konnte.


