Weitere drastische Auswirkungen der Corona-Krise
Nach bisherigem Stand kann also damit gerechnet werden, dass mit Beginn der Schulzeit am 18. April die strikten Beschränkungen für Veranstaltungen und für das Zusammentreffen größerer Menschengruppen wieder enden werden. Nach Auskunft von Tonne besteht auch nicht die Absicht, die Schüler in den um zwei Wochen verlängerten Osterferien mit Sonder-Hausaufgaben zu betrauen oder sie über Möglichkeiten der digitalen Kommunikation zu unterrichten. Die Digitalisierung in den Schulen sei auch „unterschiedlich weit gediehen“. https://www.youtube.com/watch?v=Jo2mlgWvhdo&t=4s Auf die Frage, ob die fehlende Unterrichtszeit dann später wieder aufgeholt werden muss, etwa durch eine Verkürzung der Sommer- oder Herbstferien, sagte der Kultusminister, dies sei wohl nicht der Fall. In der Kultusministerkonferenz sei man sich einig gewesen, eine vierwöchige Pause verkraften zu können. Gleichzeitig habe man sich verständigt, in Deutschland die in diesem Jahr erworbenen Schulabschlüsse in jedem Fall anzuerkennen. Die Corona-Krise wird ab sofort auch in anderen Bereichen drastische Auswirkungen haben: Im Landtag wird der Besucherverkehr weitgehend eingestellt. Zuhörer müssen den Ausschuss- und Plenarsitzungen fern bleiben, sofern sie nicht Medienvertreter sind, Mitarbeiter der Landesregierung oder speziell berechtigte Fraktionsmitarbeiter. Die Medizinstudenten, die ebenso wie andere Studenten wegen der bis 20. April verlängerten Semesterferien nicht studieren können, bekommen das Angebot des Landes, als Pflegehilfskräfte in Krankenhäusern zu arbeiten. In Alten- und Pflegeheimen soll der Besucherverkehr möglichst auf ein Minimum beschränkt werden, sagt Sozialministerin Carola Reimann. Von einem generellen landesweiten Verbot sieht sie ab, empfohlen wird aber, Angehörige dort nicht aufzusuchen.Die Corona-Krise - lesen und hören Sie auch: Die digitalen Folgen der Corona-Krise Es hagelt Absagen – das Land kommt zum Erliegen
In den Kommunen werden Sitzungen mit größerer Teilnehmerzahl häufig ausgesetzt. In der Landeshauptstadt Hannover wird geprüft, ob wichtige Entscheidungen, die eigentlich der Rat treffen sollte, vom Verwaltungsausschuss übernommen werden können. Die Ratssitzung für diese Woche wurde am Freitag abgesagt, auch sämtliche Fachausschüsse tagen nicht. In größeren Unternehmen und Behörden gelten folgende Abläufe, erklärte Claudia Schröder, Leiterin der Gesundheitsabteilung des Sozialministeriums: Steht jemand unter Verdacht, infiziert zu sein, wird die Person untersucht, sie kommt bis zum Ergebnis in Quarantäne und muss angeben, mit wem sie im Kontakt gestanden hat. Das Gesundheitsamt der Kommune entscheidet dann, wie viele der Kollegen des Betreffenden wie lange zuhause bleiben müssen.


