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Niedersachsens Verfassungsschutz-Präsident Bernhard Witthaut beobachtet gar einen „kompletten Strukturwandel“ der rechtsextremen Szene. So habe es 2019 keine nennenswerten rechtsextremistischen Kundgebungen mehr auf der Straße gegeben. Die Verbreitung der Ideologie habe sich weitgehend ins Internet verlagert. Mittels einer verrohten Sprache werde einer Radikalisierung in der Gesellschaft Vorschub geleistet: Mit Begriffen wie „Journalunken“, „Volkszertretern“ oder „Schuldkomplex-Volk“ werde versucht, die Hemmschwelle zu senken. Rechtsextremisten veröffentlichten zum Beispiel Feindeslisten im Internet oder verschickten Drohschreiben von „obskuren Organisationen“ wie dem „NSU 2.0“ oder dem „Staatsstreichorchester“. Aus einer Vermischung von rechtsextremistischen und populistischen Aussagen folge „eine Enthemmung der Propaganda bis hin zu öffentlich geäußerten Tötungsphantasien“, so Witthaut.


