Boris Pistorius, Innenminister, reist am Mittwoch an die deutsch-niederländische Grenze und berät mit Vertretern von Europol und der niederländischen Polizei über ein besonderes Phänomen – die Zunahme von Geldautomaten-Sprengungen durch organisierte Banden. Die Niederländer haben ein erfolgreiches Konzept zur Abwehr entwickelt, das sowohl bauliche Vorkehrungen der Banken erfordert, aber auch Sicherungsmaßnahmen (wie etwa das Kenntlichmachen der Geldscheine). Über diese Methoden, die offenbar im Nachbarland effektiver angewendet werden als hierzulande, will sich Pistorius austauschen, berichtet sein Sprecher Philipp Wedelich. An gesetzliche Vorkehrungen, die Banken zu strengeren Sicherungsmaßnahmen verpflichten können, sei zunächst aber noch nicht gedacht.



