Andreas Philippi (SPD), Sozialminister, hat die Förderung des Case-und-Care-Managements in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim ausdrücklich begrüßt: „Es freut mich sehr, dass wir mit dieser neuen Förderung einen wichtigen Beitrag leisten können, damit sich die pflegerische Versorgung in den niedersächsischen Kommunen weiterentwickelt. Im Emsland und in der Grafschaft Bentheim wird Neuland beschritten, weil unterschiedliche neue Ansätze für die pflegerische Versorgung miteinander kombiniert und zu einem Gesamtkonzept zusammengeführt werden – im Ergebnis wird die Versorgung der Pflegebedürftigen verbessert und auf mehrere Schultern verteilt, was auch pflegende Angehörige maßgeblich entlastet. Fachkräfte, Angehörige und die Nachbarschaft kümmern sich so gemeinsam um die Menschen, die Hilfe benötigten. Dabei werden durch Casemanagement und Digitalisierung die verschiedenen Versorgungsbereiche und Akteurinnen und Akteure miteinander vernetzt.“ Mit einer Förderrichtlinie für „Gemeinsame Modellvorhaben“ (nach Paragraph 123 SGB XI) stellen das Land Niedersachsen und die Pflegekassen gemeinsam Fördermittel für Projekte in ganz Niedersachsen bereit, die die Lebensqualität von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen verbessern, etwa durch die Einbindung und Stärkung der Quartiers- und Dorfgemeinschaft. So sollen innovative Ansätze dafür sorgen, dass die Versorgung und das Lebensumfeld von pflegebedürftigen Menschen in den Kommunen weiterentwickelt und die unterschiedlichsten Akteure beteiligt werden. Alle Projekte werden wissenschaftlich begleitet, um verlässliche Aussagen über die Wirksamkeit und eine mögliche Übernahme in die Regelversorgung treffen zu können. Das Land stellt dafür in diesen und den nächsten Jahren jährlich gut zwei Millionen Euro bereit, die gesetzlichen und privaten Pflegekassen geben Mittel in gleicher Höhe dazu.


