6. Apr. 2026 · 
P und PGesundheit

Philippi gegen Lauterbach: Kritik ist "wenig konstruktiv"

Foto: Bundesrat/Sascha Radke

Andreas Philippi, Sozialminister, hat sich kritisch zu aktuellen Einlassungen seines Parteifreundes Karl Lauterbach geäußert. "Das, was da von der Seitenlinie aus geäußert wird, ist wenig konstruktiv", sagte der SPD-Politiker Philippi in einer Stellungnahme. Zuvor hatte der einstige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach moniert, die noch unter seiner Amtsführung begonnene Krankenhausreform drohe nun unter der neuen Bundesministerin Nina Warken (CDU) verwässert zu werden. Das Wirtschaftsinstitut RWI hatte errechnet, mit der Absenkung der hohen Qualitätsstandards drohten mögliche Einsparungen von neun Milliarden Euro im Gesundheitssystem verloren zu gehen. Der Grund sei, dass unwirtschaftliche Kliniken womöglich noch gerettet werden könnten. Dem widerspricht nun Philippi vehement: "Bund und Länder haben in den vergangenen Monaten um gute Lösungen bei der Krankenhausreform gerungen und sind zu sehr guten Zwischenergebnissen gekommen. Die Bundesregierung setzt die Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag - der auch von Karl Lauterbach und mir ausverhandelt wurde – mit dem Krankenhausreformanpassungsgesetz um. Das begrüßen wir grundsätzlich. Um die Krankenhausreform insbesondere aber in Flächenländern wie Niedersachsen erfolgreich umsetzen zu können, braucht es an einigen Stellen noch Änderungsbedarf aus Sicht der Länder. Die Änderungsvorschläge haben wir im Bundesrat gemeinsam mit den anderen Ländern eingebracht und fordern, dass diese im Gesetzgebungsverfahren berücksichtigt werden, um eine gute flächendeckende Versorgung zu gewährleisten."

Dieser Artikel erschien in Ausgabe #025.
Klaus Wallbaum
AutorKlaus Wallbaum

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