Auch Piel wollte das nicht unkommentiert lassen. „Eine Quote macht den Weg zwar etwas leichter, aber man muss trotzdem Leistung bringen“, sagte sie. Sie habe sich ihren Posten als Fraktionsvorsitzende auch hart erarbeiten müssen. Bei den Grünen gebe es zwar Hilfsmittel wie die quotierte Doppelspitze. „Aber wenn man da keine Gegenkandidatin hat, dann bringt man offensichtlich eine Leistung, mit der alle zufrieden sind.“ Silke Lesemann, Abgeordnete für die SPD, trug eine persönliche Erfahrung bei, bei der all ihre Leistungsbereitschaft nichts genutzt habe. „Ich habe vorher in der Wissenschaft gearbeitet und mich nach meiner Promotion auf eine Stelle beworben. Zu der Zeit war mein Sohn noch klein. Die Professorin, die die Auswahl zwischen mir und einem männlichen Bewerber hatte, begründete ihre Absage an mich damit, dass ich ihr nicht darlegen könne, wie ich meinen Sohn in der Arbeitszeit betreut bekäme.“



