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Die Nord/LB hat 2017 ein Konzernergebnis von 135 Millionen Euro plus erzielt, Ende 2016 waren es noch knapp zwei Milliarden Euro minus gewesen. Eine Belastung ergibt sich aus den Schiffsfinanzierungen, bei denen viele „faule“ Kredite vermutet werden. Das Portfolio sollte eigentlich bis Ende 2018 auf 12 bis 14 Milliarden Euro sinken, bis Ende 2017 erreichte die Bank aber schon einen Wert von 12,1 Milliarden Euro. Der Anteil der „notleidenden“ Schiffskredite liegt bei 8,2 Milliarden Euro, die Bank will ihn bis Ende 2019 auf 5 Milliarden Euro drücken. Dabei plant die Nord/LB, sich nicht vollständig aus dem Geschäft der Schiffsfinanzierungen zurückzuziehen. Man werde sich stärker auf Fähren und Kreuzfahrtschiffe und weniger auf Containerschiffe, Tanker und Bulker (Massengutfrachter) konzentrieren. Als weitere Geschäftsfelder nennt die Bank die Erneuerbare Energien, wobei es hier zunehmend Mitbewerber gebe, die Infrastruktur und die Flugzeuge. Ein Programm zur Kostensenkung und Prozess-Vereinfachung solle greifen, außerdem will die Bank bis Ende 2020 insgesamt 1250 ihrer 6450 Mitarbeiterstellen abbauen, mit 430 Stellen der inzwischen einverleibten Bremer Landesbank ist begonnen worden, das Programm trägt das Codewort „Isabella“. Die Bank will mit ihren Reformen nicht nur frühzeitig auf mögliche schärfere Auflagen der Bankenaufsicht reagieren, sondern auch die Rating-Agenturen beeindrucken. An die Verringerung der „notleidenden“ Schiffskredite und die Stärkung des Eigenkapitals wird die Hoffnung geknüpft, wieder das begehrte A-Rating zu bekommen.


