Grant Hendrik Tonne, Verkehrsminister, setzt sich beim Bund für ein einheitliches Vorgehen beim Sonntagsfahrverbot für Lastwagen ein. Ob die für Niedersachsen vor gut zwei Wochen erlassene Ausnahme vom Verbot für die hiesige Wirtschaft positive Effekte hatte, steht derweil infrage. Der Bedarf in der niedersächsischen Wirtschaft sei überschaubar, teilte das Verkehrsministerium in Hannover auf Nachfrage mit. Es seien nur Einzelfälle verlagerter Transporte bekannt. „Das liegt zum einen daran, dass aus Niedersachsen nur wenig Transportbeziehungen Wegeketten über den Rhein oder andere von Niedrigwasser betroffene Wasserstraßen beinhalten. Die Wasserstraßentransporte in Niedersachsen sind nicht betroffen, weil hier die maßgebenden Wasserstraßen nicht unter Niedrigwasser leiden. Zum anderen stehen der Branche keine zusätzlichen Fahrer zur Verfügung.“ Die Landesregierung hatte Anfang August das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen ausgesetzt, um auf die anhaltend niedrigen Pegelstände des Rheins zu reagieren. Auch wenn die niedersächsische Wirtschaft wenig davon profitiert haben mag, verweist das Verkehrsministerium auf die Durchgangsverkehre, die Niedersachsen als Transitland passieren.


