7. Dez. 2016
Inneres

Niedersachsens Bevölkerung wächst weiter

Seit vier Jahren nun das gleiche Bild: Der demographische Wandel in Niedersachsen lässt, was die Bevölkerungsabnahme angeht, auf sich warten. Wieder gab es 2015, verglichen mit 2014, mehr Einwohner, teilte das Landesamt für Statistik (LSN) am Mittwoch mit. Vor knapp einem Jahr lebten 7,9 Millionen Menschen hier, das sind rund 100.000 mehr als Ende 2014. Das liegt, wie LSN-Präsidentin Simone Lehmann mitteilte, vor allem an den Flüchtlingen. Im vergangenen Jahr wurden rund 67.000 Kinder geboren, das waren 1,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Auf acht Geborene kamen elf Gestorbene. Das Bruttoinlandsprodukt in Niedersachsen wuchs um 2,1 Prozent, also stärker als im Bundesdurchschnitt. Die sogenannte Armutsgefährdungsquote hat in Niedersachsen einen Höchstwert mit 15,9 Prozent erreicht. Gemessen werden damit die Menschen, die unterhalb einer Einkommensschwelle von 930 Euro netto im Monat verdienen. Viele Menschen hätten Jobs, würden aber trotzdem armutsgefährdet sein, teilt das LSN mit. Was die Zahl der Abiturienten angeht, liegt Niedersachsen unter dem Bundesdurchschnitt – bei den Studienanfängern aber darüber. Mehr Jugendliche als in anderen Ländern nutzen die Möglichkeit, über eine Fachhochschulreife einen Zugang zu Hochschulen zu bekommen.
Dieser Artikel erschien in Ausgabe #224.
Martin Brüning
AutorMartin Brüning