Niedersachsen wird vielfältiger und älter, sagt Statistikamt-Präsidentin Simone Lehmann Mitte). - Foto: nkw[/caption]
Weil sich der Bevölkerungszuwachs allerdings der Migration verdankt und nicht den Geburten, wird die Bevölkerung in Niedersachsen zunehmend älter. Während die Gruppe der über 65-Jährigen im vergangenen Jahr mehr als ein Fünftel der Bevölkerung ausmachte, lag der Anteil der unter 18-Jährigen nur bei 16,6 Prozent. Das Durchschnittsalter betrug 44,6 Jahre, berichtete Lehmann. 50 Jahre früher habe dieses noch bei 36 Jahren gelegen.
Aus dieser Altersstruktur ergeben sich auch besondere Herausforderungen. Denn der Anteil der Pflegebedürftige sei in Niedersachsen relativ hoch, so Lehmann. Im Jahr 2017 waren 4,9 Prozent der Niedersachsen auf Pflege angewiesen (für 2018 liegen noch keine Daten vor). Zwei Jahre zuvor waren es nur glatte 4 Prozent. Niedersachsen lag 2017 mit dem Anteil an Pflegebedürftigen über dem Bundesdurchschnitt (4,1) und auch über dem Durchschnitt der westdeutschen Länder (3,9) – aber gleichauf mit den strukturell älteren ostdeutschen Bundesländern.


