Niederländische und deutsche Polizisten feiern 25 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit
Vor genau 25 Jahren bekam die Polizeidirektion Osnabrück eine neue, einzigartige Einrichtung: die regionale Verbindungsstelle in Lingen. Die neue Einheit sollte die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch zwischen der niedersächsischen und der niederländischen Polizei auf beiden Seiten der Grenze verbessern. Heute soll das Jubiläum mit einem Festakt im Osnabrücker Rathaus gefeiert werden, eingeladen sind neben Osnabrücks Polizeipräsident Bernhard Witthaut und dem Landespolizeidirektor Knut Lindenau auch Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und der Deutschlandbeauftragte der niederländischen Polizei, Gery Veldhuis. Seit 1993 hat sich viel getan. Deutsche und niederländische Polizisten gehen gemeinsam auf Streife, leisten Unterstützung bei zahlreichen Ermittlungen in beiden Ländern und haben schon bei einigen Fällen die entscheidende Rolle gespielt. „Die regionale Verbindungsstelle verwirklicht ein Stück weit die Idee einer grenzenlosen europäischen Polizei. Respekt und Vertrauen schafften die Grundlage einer engen und freundschaftlich verbundenen Zusammenarbeit“, erklärte Witthaut.
Wie eng eine Zusammenarbeit werden kann, hatte schon 2006 der Vertrag von Enschede unter Beweis gestellt, durch ihn konnten die grenzüberschreitenden Polizeiteams mit gleichen Befugnissen auf beiden Seiten der Grenze sowie eine Einbeziehung der Verbindungsstelle in die zentrale Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruchdiebstahl der Polizeidirektion Osnabrück verwirklicht werden. Bundesweit bekannt wurde die Verbindungsstelle im Zusammenhang mit einem Mordfall in Nordhorn. Dort hatte ein 50 Jahre alter Mann offenbar Streit mit drei Niederländern um eine Hanfplantage. Einer der Niederländer erschoss einen Spanier und vergrub ihn auf dem Gelände. Durch den Einsatz der Verbindungsstelle und ihre spezielle Ausstattung wurde die Leiche des Mannes überhaupt erst gefunden. Dieser Fall machte auch das Ermittlerteam aus Lüneburg, das die sogenannten „Göhrde-Morde“ wieder aufgerollt hatte, auf die technischen Möglichkeiten der Niederländer aufmerksam.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #195.