
Kevin Komolka, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), fordert schnelle und drastische Konsequenzen nach einem schweren Unfall, der sich im Emsland ereignet hat. Er sei schockiert, nachdem zwei Polizisten bei der Verfolgung einer Bande, die einen Geldautomaten gesprengt hatte, in ihrem Streifenwagen verunglückten. Beide wurden schwer verletzt. Komolka sagt nun: „Seit Beginn der Serie von Automatensprengungen, die nun bereits Monate andauert, warnen wir vor der großen Gefahr, die von den Taten selbst und der Verfolgung der skrupellosen Tätergruppen ausgeht. Wir sehen die Banken und die Politik in der Pflicht, endlich alles dafür zu tun, damit sich solche Fälle nicht wiederholen. Es ist dringend erforderlich, die Geldautomaten so umzubauen, dass sich deren Sprengung nicht mehr lohnt. Das Geld muss bei der Detonation unbrauchbar werden, wie es in anderen Ländern längst der Fall ist. Wenn die Banken aus Kostengründen lieber die Sprengungen und das damit einhergehende Risiko für Bevölkerung und Polizeibeschäftigte in Kauf nehmen, muss die Politik sie dazu verpflichten.“
Außerdem fordert die GdP, dass alle Einsatzfahrzeuge mit sogenannten „Stop-Sticks“ ausgestattet werden. Dabei handelt es sich um eine Art Nagelbrett, das vor flüchtende Fahrzeuge geworfen wird. Es sorgt für ein kontrolliertes Entweichen der Luft aus den Reifen, sodass das betroffene Fahrzeug nach kurzer Zeit manövrierunfähig wird. Da bei den Automatensprengungen oft hochmotorisierte Fluchtfahrzeuge genutzt und mit extremer Geschwindigkeit über die Straßen gesteuert werden, sind Verfolgungsjagden sehr gefährlich und oft aussichtslos, wenn die Fluchtwagen nicht gestoppt werden können.


