Prof. Holger Buschmann, Nabu-Landesvorsitzender, fordert ein Umdenken bei der Nutzung von Wasserstraßen. „Die aktuelle Niedrigwasserlage zeigt deutlich, dass wir unsere Flüsse nicht immer weiter an die Schifffahrt anpassen können. Die Klimakrise verändert die Rahmenbedingungen grundlegend“, sagt Prof. Buschmann. Es sei der falsche Weg, die Weser immer weiter zu vertiefen. Stattdessen müsse dafür gesorgt werden, dass das Wasser länger im Land gehalten wird. „Niedrigwasser lässt sich nicht wegbaggern.“ Als praktisches Beispiel dafür, wie es anders gehen kann, verweist er auf Naturschutzprojekte seines Verbands an der Oberweser. An der Auenlandschaft Hohenrode bei Rinteln setze sich der Verband dafür ein, wertvolle Auenlebensräume zu sichern und natürliche Entwicklungen am Fluss wieder zu ermöglichen. Intakte Ökosysteme können Wasser aufnehmen und länger in der Landschaft halten, was der Natur zugute komme und bei Starkregen einen natürlichen Rückhalt schafft.


