3. Juli 2026 · 
P und PWirtschaft

Lob von den Arbeitgeberverbänden für die Reformen der Bundesregierung

Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Niedersachsenmetall, hat sich lobend über die jüngsten Reformbeschlüsse der schwarz-roten Bundesregierung geäußert: „Die Bundesregierung setzt mit ihrem Reformpaket an mehreren Stellen die richtigen Signale. Gerade bei der Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und beim Bürokratieabbau finden sich Maßnahmen, die geeignet sind, den Wirtschaftsstandort Deutschland wieder wettbewerbsfähiger zu machen. Entscheidend wird nun sein, dass diese Vorhaben zügig und ohne weitere Verwässerung umgesetzt werden. Besonders begrüßen wir, dass die telefonische Krankschreibung abgeschafft werden soll. Dieser Schritt ist überfällig. Wir leisten uns eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt, haben die kürzesten Jahresarbeitszeiten und verzeichnen gleichzeitig einen Krankenstand auf internationalem Spitzenniveau. Das ist keinem mehr zu erklären und auf Dauer nicht akzeptabel. Ebenso richtig ist es, die Möglichkeiten sachgrundloser Befristungen vorübergehend auszuweiten und steuerliche sowie sozialversicherungsrechtliche Verbesserungen bei Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschlägen auf den Weg zu bringen. Das erhöht die Flexibilität für Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen." Die Ärztekammer äußerte sich kritisch zu der Ankündigung, künftig schon vom ersten Tag einer Krankheit an eine Krankschreibung zu verlangen. Damit würden infizierte Patienten dazu ermuntert, das Wartezimmer aufzusuchen, was die Ansteckungsgefahr vergrößere.


Dieser Artikel erschien in Ausgabe #124.
Klaus Wallbaum
AutorKlaus Wallbaum

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