Matteo Feind, Vorsitzender des Landesschülerrats Niedersachsen, hat sich mit einem offenen Brief an die Landesregierung gewandt. Darin fordern die Schülervertreter gemeinsam mit der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung (DVPB) „eine verbindliche und durchgängige politische Bildung“ von der Grundschule bis in alle weiterführenden und berufsbildenden Schulen. „Politische Bildung findet nicht nur im Politikunterricht statt – aber ohne Politikunterricht fehlt ihr ein fester Platz im Stundenplan“, erklärt Feind in einer Mitteilung des Landesschülerrats. Damit nimmt er Bezug auf die Klassenräte sowie projektbezogene Ansätze politischer Bildung, die bereits in der Grundschule praktiziert werden sollen, ihm aber noch nicht ausreichen: „Ein eigenes Fach schafft Raum und Zeit, um politische Zusammenhänge, demokratische Werte und Beteiligung systematisch zu vermitteln.“ Feind kritisiert explizit, dass der Politikunterricht in Niedersachsen erst in der siebten beziehungsweise achten Klasse beginnt, die Schüler zu dieser Zeit aber längst mit Meinungsmanipulation und Desinformation in Kontakt gekommen wären.


