(rb) Hannover. Zu den dicken Brocken im Doppelhaushalt 2017/18 zählt ein „Bauunterhaltungspaket“, mit dem zwischen 2017 und 2020 rund 150 Millionen Euro u.a. in die Erhaltung der Landesstraßen (30 Millionen Euro), in die Verstärkung der Bauunterhaltung (80 Millionen Euro) und in energetische Sanierungsmaßnahmen investiert werden sollen. Für 2017 und 2018 sind bereits große Baumaßnahmen angemeldet. Im nächsten Jahr beginnt der 2. Bauabschnitt für das Justizzentrum Osnabrück (30 Millionen Euro) sowie der 1. Bauabschnitt für die Sanierung der Bibliotheca Augusta in der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel (10,5 Millionen Euro). Weitere Bauprojekte im Etat 2017 sind das Lebensmittelinstitut (20 Millionen Euro) sowie Sanierungsmaßnahmen am Oldenburgischen Staatstheater (3,39 Millionen Euro). Für 2018 wurden angemeldet: das Finanzamt Stade (22 Millionen Euro), die Erweiterung der Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (20 Millionen Euro), das Küchenkonzept in den Justizvollzugsanstalten Hameln und Hannover (10,3 Millionen Euro), die Errichtung einer Raumschießanlage in Hannover und die 2. Teilfinanzierung für die Leitstelle der Polizeidirektion Hannover (insgesamt neun Millionen Euro) sowie der Neubau der Straßenmeisterei Goslar (8,5 Millionen Euro). Schließlich sind für Baumaßnahmen der Landesaufnahmebehörde weitere 30 Millionen Euro eingeplant, so dass dort nunmehr insgesamt 135 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Der Doppelhaushalt sieht darüber hinaus weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur vor. Bis 2020 sollen jährlich 85 Millionen Euro dafür eingesetzt werden, ab 2018 sind darin die Mittel aus dem Bauunterhaltungspaket enthalten. Ab 2017 ist eine Erhöhung der Ansätze für Dienstleistungen Dritter (DILAU) um sechs Millionen Euro auf jährlich 51 Millionen Euro geplant. Damit sollen neben dem eigenen Personal künftig auch Ingenieurbüros mit Planung, Bauvorbereitung und -überwachung von Brückensanierungen, Baumaßnahmen an Landesstraßen und Bundesfernstraßen beauftragt werden können. Wie es heißt, sollen so die Weichen dafür gestellt werden, dass Niedersachsen in den nächsten Jahren möglichst stark vom Anstieg der vom Bund bereitgestellten Mittel für die Erhaltung sowie den Aus- und Neubau von Bundesfernstraßen profitieren kann.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #122.