Die Finanzen der MHH sind selbst ein Fall für die Notaufnahme - Foto: schulzfoto[/caption]
Die MHH-Pannen sind das Eine, die Kontrollmechanismen im Ministerium das Andere. Das Ministerium habe seine Aufsicht „nicht rechtzeitig sowie im erforderlichen Maß“ wahrgenommen, heißt es seitens des Landesrechnungshofes. Die Rede war ist einer Verwaltungskultur, bei der die Aufsicht auch ausgeführt werden müsse und Verstöße entsprechend zu ahnden seien. Dennoch ist nicht ganz klar, ob das Ministerium zu einer kompetenten Aufsicht überhaupt personell in der Lage ist. Es entsteht der Eindruck, dass ein übliches Projektmanagement und Controlling, wie es in privaten Betrieben Alltag ist, im Wissenschaftsministerium teilweise nicht existiert. In den vergangenen Jahren hat das Land zwar mehr Personal eingestellt. Die Frage ist aber, ob das an den richtigen Stellen passiert ist.
Die Hochschulen haben inzwischen viele Freiheiten. Das macht aber auch die Kontrolle schwieriger. Vor allem Stiftungshochschulen haben es leichter, sich den Vorgaben des Ministeriums zu entziehen. Die Verwaltung muss in der Lage sein, den Hochschulen im Land auf Augenhöhe zu begegnen und sie entsprechend kontrollieren zu können. Möglicherweise ist sie mit der Vielfalt und Komplexität der Kontrollanforderungen auch einfach überfordert. Die Landesregierung muss sicherstellen, dass die Kontrollinstanz kein zahnloser Tiger ist.
Mail an den Autor dieses Kommentars

