14. Apr. 2016
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Hohe Beteiligung am Mammografie-Screening

(rb) Hannover. Mit einer Beteiligungsrate von 59 Prozent nutzen niedersächsische Frauen das vor zehn Jahren eingeführte Mammografie-Screening häufiger als der Bundesdurchschnitt (54,9 Prozent). Insgesamt gut 2,4 Millionen Frauen in Niedersachsen haben das Untersuchungsangebot in diesem Zeitraum bis zum Stichtag 30. Juni 2015 genutzt, berichtete die programmverantwortliche Ärztin der Screening-Einheit Hannover, Regine Rathmann, am Mittwoch in der 10-Jahres-Bilanz in Hannover. 110 535 Frauen hatten demnach einen auffälligen Befund und wurden zur weiteren Abklärungsdiagnostik eingeladen. Bei 16 322 Frauen seien schließlich Karzinome entdeckt worden. Damit liegt die Karzinomentdeckungsrate pro 1000 Teilnehmerinnen bei 6,7 Prozent. Rathmann verwies darauf, dass beim Mammografie-Screening, das als beste Methode zur Früherkennung von Brustkrebs gelte, schon Kleinst-Tumoren entdeckt werden könnten, die mit einer sehr guten Heilungsgschance behandelt werden könnten. In 33,9 Prozent der Fälle seien die Karzinome zehn Millimeter oder noch kleiner. Diese hohe Entdeckungsrate liege im Bundesdurchschnitt bei 27,3 Prozent. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) sind in Niedersachsen neun Screening-Einheiten, 58 stationäre Mammografieeinheiten und neun Mammomobile für die wohnortnahe Versorgung im Einsatz. Der Vorsitzende der KVN-Vertreterversammlung, der Delmenhorster Frauenarzt Dr. Christoph Titz, äußerte sich sehr zufrieden mit dieser Bilanz. Der Erfolg stehe und falle allerdings mit der Teilnahmebereitschaft der Frauen, die bislang jedes Jahr konstant bei über 50 Prozent gelegen habe. Brustkrebs sei nach wie vor die häufigste Krebsart bei Frauen, an der etwa zehn Prozent aller Frauen im Laufe ihres Lebens erkrankten, die meisten nach dem 50. Lebensjahr. Die Teilnahme am Mammografieprogramm ist freiwillig; die Kosten trägt die gesetzliche Krankenversicherung.
Dieser Artikel erschien in Ausgabe #72.
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