20. Apr. 2026 · 
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Handwerkskammern planen Mega-Fusion – Entscheidung fällt im Wirtschaftsministerium

Detlef Bade (von links), Grant Hendrik Tonne und Delfino Roman. | Foto: HWK BLS

Detlef Bade, Präsident der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, und Delfino Roman, Präsident der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen, treiben die Fusion ihrer beiden Kammern voran. Die Vollversammlungen beider Organisationen haben sich für einen Zusammenschluss zum 1. Januar 2027 ausgesprochen. Künftig würde damit eine der größten Handwerkskammern Deutschlands entstehen, die mehr als 36.000 Betriebe vertritt. Mit dem Schritt reagieren die Kammern auf steigende Anforderungen durch Fachkräftemangel, Digitalisierung und zunehmenden Wettbewerbsdruck. Ziel ist es, Strukturen zu bündeln und das Service- sowie Bildungsangebot neu auszurichten. „Alle bisherigen Hauptverwaltungssitze und kammereigenen Bildungsstandorte werden dabei erhalten bleiben“, versicherte Roman. Die Initiative ist eng mit dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium abgestimmt, das die endgültige Entscheidung trifft. „Entscheidend wird dabei sein, dass die künftige Kammer von einer breiten Akzeptanz getragen wird, die Sozialpartnerschaft gewahrt bleibt und regionale Belange angemessen berücksichtigt werden“, sagte Minister Grant Hendrik Tonne (SPD). Er bezeichnete die Fusion als wichtigen Schritt für die künftige Organisation des Handwerks, verwies aber zugleich auf unterschiedliche Erwartungen innerhalb des Prozesses.

Dieser Artikel erschien in Ausgabe #074.
Christian Wilhelm Link
AutorChristian Wilhelm Link

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Handwerkskammern planen Mega-Fusion – Entscheidung fällt im Wirtschaftsministerium