(rb) Hannover. Die wirtschaftliche Lage im niedersächsischen Handwerk hat sich im Jahr 2014 weiter auf hohem Niveau entwickelt. Bei der Vorlage der aktuellen Jahresstatistik 2014 sagte der Hauptgeschäftsführer der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen, Michael Koch, am Mittwoch, gerade das Handwerk biete jungen Menschen Entwicklungschancen bis hin zur eigenen Existenzgründung oder einer Betriebsübernahme. Dabei sei es nicht wichtig, woher sie kämen, sondern wohin sie wollten. Demnach stiegen im vorigen Jahr in den gut 83 000 Handwerksbetrieben die Umsätze um zwei Prozent auf insgesamt 49,5 Milliarden Euro. Einige Branchen hätten im überwiegend florierenden handwerklichen Bau- und Ausbaugewerbe mit +0,3 und +0,6 Prozent nur noch leichte Zuwächse gehabt. Dynamischer sei es sowohl in der kleineren Gruppe der konsumnahen Handwerke mit einem Plus von 7,7 Prozent zugegangen als auch in den Gesundheitshandwerken mit +5,2 Prozent. Auch die unternehmensnahen Dienstleister sowie das Kfz-Handwerk hätten das Jahr mit einem Umsatzplus zwischen 4,1 und 3,2 Prozent abgeschlossen. Koch wies darauf hin, dass es dem Handwerk gelungen sei, seinen Beschäftigungsstand weitgehend zu halten, obwohl der Fachkräftemangel in allen Handwerksbranchen zunehmend an Bedeutung gewinne. Für das Jahr 2015 rechneten die Konjunkturexperten der Handwerkskammern nicht mit einem spürbaren Anstieg der Beschäftigtenzahlen. Der Arbeitsmarkt für qualifizierte Fachkräfte werde zunehmend zu einem Wachstumshemmnis, heißt es.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #154.