27. Nov. 2015
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GEW: Alle Schulformen brauchen Arbeitsentlastung

(rb) Hannover. Der Ankündigung von Kultusministerin Frauke Heiligenstadt, nun doch die Arbeitsbelastung von Lehrkräften durch eine Befragung zu ermitteln, war offenbar ein Gespräch mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vorausgegangen. Anlass waren Beschwerden von Grundschulen über eine zu hohe Arbeitsbelastung neben der reinen Unterrichtszeit. Für die Befragung der Lehrkräfte soll eine Expertenkommission, der auch die GEW und andere Lehrerverbände angehören sollen, die empirischen Grundlagen zur Bemessung der Arbeitszeit erarbeiten und diese objektivieren, wie es heißt. Die Ergebnisse der bereits von der GEW begonnenen Arbeitszeitstudie, an der sich 250 Schulen des Landes beteiligen, sollen von der Expertenkommission berücksichtigt werden, berichtete die GEW am Donnerstag. Der GEW-Landesvorsitzende Eberhardt Brandt warnte jedoch davor, die Arbeit nur „wegzudefinieren“, wie dies in Arbeitszeitmodellen der Fall sei. „Für die GEW kommt es darauf an, dass die Unterrichtsverpflichtung an allen Schulformen gesenkt und die Entlastungsstunden erhöht werden“, sagte Brandt. Eine Arbeitsgruppe, die das Kultusministerium ebenfalls einsetzen will, soll prüfen, wie die Schulen von Verwaltungsarbeit entlastet werden können. Auch hier werden die Verbände beteiligt. Dazu liegt bereits eine Reihe von Forderungen der GEW vor, darunter auch die nach einer Verlagerung der Verwaltungsarbeit von den Schulleitungen auf spezialisierte Fachleute in der Landesschulbehörde. Zudem sollte das Verbot von Landesaufgaben für Nicht-Lehrkräfte fallen. Für die Pflege technischer Geräte, gerade im IT-Bereich, und für die Systemadministration sei zusätzliches Personal erforderlich, damit die „ehrenamtliche Zusatzarbeit“ von Lehrkräften beendet werde, heißt es bei der GEW.
Dieser Artikel erschien in Ausgabe #220.
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