Ulf Thiele, CDU-Bezirksvorsitzender aus Ostfriesland, hat gemeinsam mit Parteifreunden aus Ostfriesland und Friesland einen flammenden Appell für die Belange der Fischer verfasst. „Das Entsetzen bei Fischern an der Nord- und Ostsee ist groß. Die Bundesregierung hat beschlossen, mit einer Änderung des Windenergie-auf-See-Gesetzes den darin geregelten Nachteilsausgleich für die Fischerei um 80 Prozent zu kürzen“, schreiben Thiele und die Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann und Anne Janssen, außerdem die Landtagsabgeordneten Saskia Buschmann, Katharina Jensen und Marco Mohrmann.

Der Vizepräsident des Deutschen Fischereiverbandes, Dirk Sander, unterstützt die Position der CDU-Politiker. Bisher war vorgesehen, dass fünf Prozent der Versteigerungserlöse für die deutschen Offshore-Windenergie-Flächen, also 670 Millionen Euro, an die Fischer gehen sollen. Nach den neuen Plänen der Ampel-Regierung schrumpfe dieser Betrag jetzt auf 134 Millionen Euro.
Dirk Sander vom Fischereiverband erklärt, der Nachteilsausgleich sei wichtig – denn mit den Offshore-Flächen verlören küstennahe Fischer wichtige Fanggründe. Hinzu kämen Sicherheitszonen und Kabeltrassen, die ebenfalls nicht befischt werden dürften. Mitten in die Verhandlungen darüber, wie die ursprüngliche Nachteilsausgleich-Summe verwendet werden solle, sei die Nachricht über die geplante Kürzung geplatzt. Das geschah offensichtlich, da die Ampel die ursprünglich beim Agrardiesel vorgesehenen Einschnitte abmildern und ersatzweise an anderer Stelle bisher geplante Ausgaben eindampfen will.



