(rb) Hannover. Die Frühjahrsbelebung, die auf dem niedersächsischen Arbeitsmarkt eingesetzt hat, konnte im März die Arbeitslosigkeit spürbar senken. Die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit hat 260 610 Personen in Niedersachsen ohne Beschäftigung registriert, das sind 6845 Frauen und Männer bzw. 2,6 Prozent weniger als im Februar. Gegenüber dem Vorjahresmärz sei dies ein Minus um 2,4 Prozent bzw. 6503 Personen. Allerdings sei der aktuelle Rückgang nicht so deutlich ausgefallen wie im Frühjahr üblich, berichtet der Geschäftsführer der Regionaldirektion, Klaus Oks, am Donnerstag. Als Gründe nannte er die kühle Witterung, die Einstellungen in manchen Außenberufen gebremst habe, sowie die wachsende Zahl arbeitsloser Ausländer, in der allmählich die Flüchtlinge mit abgeschlossenem Asylverfahren sichtbar würden. Aber der Arbeitsmarkt sei sehr aufnahmefähig, die Personalnachfrage bewege sich auf hohem Niveau, sagte Oks. Demnach gibt es derzeit fast ein Fünftel mehr freie Stellen im Bestand als vor einem Jahr. Die Herausforderung bestehe darin, die zugezogenen Menschen für den hiesigen Arbeitsmarkt fit zu machen, heißt es. Im März waren 51 320 Ausländer arbeitslos gemeldet. Das waren zwar 0,2 Prozent bzw. 109 Personen weniger als im Februar, aber 14 Prozent bzw. 6309 Menschen mehr als vor einem Jahr. Stärker gesunken als im Durchschnitt ist die Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen zwischen 15 und 25 Jahren. Es waren 25 622 Personen in dieser Altersklasse beschäftigungslos gemeldet; das waren 839 Menschen bzw. 3,2 Prozent weniger als im Februar und 122 Personen bzw. 0,5 Prozent weniger als im März 2015. Weiter rückläufig war auch die Unterbeschäftigung, die Personen erfasst, die sich in entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik befinden. Sie lag im März bei 332 853 Personen und damit um 5559 (1,6 Prozent) niedriger als im Februar und um 11 898 Menschen bzw. 3,5 Prozent niedriger als im Vorjahr.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #63.