Hilke Brandy, Autorin einer Studie im Auftrag des niedersächsischen Flüchtlingsrats, verweist auf Defizite in den Jugendämtern der niedersächsischen Kommunen. Sie und andere Autorinnen hatten die Situation der „unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge“ untersucht und herausgefunden, dass die rechtliche Untersicherheit viele Betroffene stark belasteten. Oftmals ende die Betreuung durch die Jugendämter abrupt mit dem 18. Geburtstag – ohne dass eine anschließende Unterstützung durch andere Sozialsysteme vermittelt worden sei. Nötig seien langfristige und zuverlässige Strukturen in den kommunalen Behörden – damit diese im Fall plötzlicher Flüchtlingswellen (wie aus Afghanistan oder aus der Ukraine) vorbereitet sind.


