Einen Tag nach der AfD haben die beiden größeren Oppositionsfraktionen, Grüne und FDP, ihre Vorschläge für den Landeshaushalt vorgelegt. Die FDP stellt eine Verwaltungsreform in den Mittelpunkt. Das Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionales solle „aufgelöst“ werden – und zwar schon jetzt, nicht erst nach der nächsten Landtagswahl. Damit ließen sich zehn Millionen Euro sparen, die Abteilungen und Referate sollten auf andere Ministerien verteilt werden. Die vier Landesbeauftragten für regionale Entwicklung sollten abgelöst werden, man könne sie aber als nach B6 besoldete Beamte auf freie Abteilungsleiterstellen in den Ministerien setzen. Das Europaministerium sei „überflüssig“. Für diese Bemerkung kassierte die FDP eine Rüge von CDU-Fraktionschef Dirk Toepffer. Die Liberalen sollten sich für den menschenunwürdigen Begriff „überflüssig“ bei Ministerin Birgit Honé entschuldigen.
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Die FDP forderte zudem, die Regierung solle endlich beginnen, ihren Stellenbestand systematisch zu überprüfen und zu verringern. Die Digitalisierung biete die Chance zur radikalen Vereinfachung der Verwaltung, erklärten Fraktionschef Stefan Birkner und der Haushaltspolitiker Christian Grascha. Mittel für die Einführung der E-Akte, für die Digitalisierung der Finanzbeamten-Ausbildung, für die Digitalisierung der Landwirtschaft und für die LTE-Funkausbau sollten verstärkt werden. Die FDP will die kostenlose Schülerbeförderung für Oberstufenschüler und Auszubildende (wie die Grünen auch), die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge und einen Abbau der Altschulden um 200 Millionen Euro.
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