Foto: FDP-Fraktion / Video-Screenshot[/caption]
Die FDP stellte daraufhin eine Anfrage im Landtag, und aus der Antwort geht jetzt hervor, dass es sowohl am Vorabend als auch am Tag der FDP-Plakataktion intensive Aktivitäten des Innenministeriums in diesem Fall gegeben hatte. Beteiligt waren das Polizeirechtsreferat, die Pressestelle, das Büro des Landespolizeipräsidenten, das Büro des Ministerbüroleiters und die Zentralabteilung. Mit Blick auf die zeitlichen Abläufe hegt die FDP den Verdacht, die Polizei in Laatzen sei womöglich vom Innenministerium selbst geschickt worden, um am Vorabend der Plakataktion eine Kontrollfahrt zu machen und die angebliche Gefahr für die Verkehrssicherheit zu attestieren. Für die Sitzung des Innenausschusses am kommenden Donnerstag hat die FDP nun eine Unterrichtung des Innenministeriums beantragt, die Grünen schließen sich dem Wunsch an. Nicht ausgeschlossen würden weitere parlamentarische Mittel, heißt es in FDP-Kreisen – damit ist offenbar die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses gemeint. FDP-Fraktionsvize Jörg Bode sagte dem Politikjournal Rundblick: „Das Innenministerium muss die politische Meinungsäußerung ermögliche und darf diese nicht verhindern. Hier haben sich aber viele Führungskräfte offenbar mit dem Gegenteil beschäftigt.“

