Spiegelt die Größe der Berufsgruppen wider
Die Pflegekräfte in Niedersachsen bekommen drei unterschiedliche Stimmzettel, je nach Berufsgruppe. Drei Viertel der Kandidaten treten im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege an. Das übrigen Viertel verteilt sich zu einigermaßen gleichen Teilen auf Altenpflege und Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Das spiegelt auch die Größe der Berufsgruppen in Niedersachsen wider und wird nach der Wahl auch in der Verteilung der 31-köpfigen Pflegekammer abgebildet, die sich am 8. August konstituiert. Schlagkräftig dürften bei der Wahl vor allem Kandidatenlisten sein, die von starken Verbänden getragen werden.Lesen Sie auch: „Pflegenotstand? Die aktuelle Lage ist erst ein kleiner Vorbote“ Pflegende Angehörige kennen Hilfsangebote nicht
Ahting hält die bisherige Entwicklung der niedersächsischen Pflegekammer für sehr beachtlich. Man merke kaum, dass die Geschäftsstelle erst vor noch nicht einmal einem Jahr die Arbeit aufgenommen habe. Auch die Anzahl der registrierten und wahlberechtigten Mitglieder sei erstaunlich. Dennoch freut sich der Geschäftsführer auf die Zeit, in der es endlich eine gewählte Kammerversammlung gibt. „Aktuell sind Errichtungsausschuss und Vorstand nicht legitimiert, sich politisch zu äußern. Das macht es bei Nachfragen und aktuellen Ereignissen immer wieder schwierig. Das wird sich in diesem Sommer aber ändern“, so Ahting. Dann könnten die Pflegekräfte endlich selbst über die Zukunft und die Entwicklung ihrer Branche mitentscheiden und durch die Berufsordnung und Qualitätsstandards die Inhalte von Pflege definieren. „Es ist längst überfällig, dass das genau diejenigen machen, die wissen was sie tun.“


