Rundblick: Wie kommt denn heute überhaupt der Auszubildende zu seinem Ausbildungsplatz?
Schmitt: Da denkt man heute gerne an das Internet, aber meistens läuft das ganz klassisch über die Familie oder Freunde. Rund ein Drittel findet den Platz über sie, etwas weniger als ein Viertel über die Agentur für Arbeit, jeder fünfte hat Erfolg mit einer Initiativbewerbung. Die Zeitung spielt bei der Suche nach Ausbildungsplätzen immer noch eine größere Rolle als Internetbörsen.
Rundblick: Und was sind die entscheidenden Kriterien junger Menschen für ihre Wahl?
Schmitt: An erster Stelle steht der Spaß am Beruf. Das ist das wichtigste Kriterium. Der Mehrheit geht es außerdem um gute Zukunftschancen. Das Thema Sicherheit spielt bei den jungen Menschen dagegen noch keine große Rolle, ebenso wenig die Ausbildungsvergütung. Es geht also um die Freude an der Tätigkeit und nicht ums Geld.

