Erkältung führend – weniger Krankschreibungen als 2023, aber das Niveau bleibt hoch
Sabrina Jacob, kommissarische Leiterin der Landesvertretung Niedersachsen der Techniker-Krankenkasse (TK), hat auf eine Entspannung bei den Krankschreibungen hingewiesen. In Niedersachsen seien die krankheitsbedingten Fehlzeiten bei den bei der TK versicherten Erwerbstätigen im vergangenen Jahr leicht gesunken. Bei der TK versicherte Niedersachsen seien 2024 durchschnittlich an 20,1 Tagen krankgeschrieben gewesen. Im Jahr 2023 waren es noch 21 Tage. Vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019 waren die in Niedersachsen TK-versicherten Erwerbstätigen im Schnitt 16,2 Tage krankgeschrieben. Der niedersächsische Krankenstand stagniert mit 5,68 Prozent im vergangenen Jahr somit auf einem hohen Niveau. Mit den Fehlzeiten im Jahr 2024 liegt Niedersachsen zudem über dem Bundesdurchschnitt von 19,1 Tagen. Wie schon im Jahr 2023 bleiben Erkältungskrankheiten auch im vergangenen Jahr die häufigste Ursache für eine Krankschreibung in Niedersachsen. „Erkältungskrankheiten, wie beispielsweise grippale Infekte, Schnupfen oder Husten machten im vergangenen Jahr durchschnittlich rund 4,9 Fehltage aus“, erklärt Sabrina Jacob. Im Jahr 2023 waren TK-Versicherte im Bundesland im Vergleich noch im Schnitt 5,4 Tage aufgrund einer Erkältungsdiagnose krankgeschrieben. Neben Grippe und anderen Erkältungskrankheiten sorgten auf Platz zwei der häufigsten Diagnosen für Fehlzeiten im vergangenen Jahr mit 4,1 Fehltagen psychische Erkrankungen wie beispielsweise Depressionen. Platz drei sind Muskel-Skelett-Diagnosen (zum Beispiel Rückenbeschwerden) mit durchschnittlich rund drei Tagen.
Dieser Artikel erschien am 05.03.2025 in der Ausgabe #043.
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