10. Juli 2022
Wirtschaft

DGB fordert Gaspreisdeckel: Höchstens 7,5 Cent pro Kilowattstunde

Foto: GettyImages/Valerii Vtoryhin

Mehrdad Payandeh, DGB-Vorsitzender für Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt, und seine Kollegin Laura Pooth (Vorsitzende des DGB Nord) haben den Vorschlag für einen Gaspreisdeckel näher definiert. Der Grundbedarf privater Haushalte müsse bezahlbar bleiben. Deshalb solle ein Preis für den Grundverbrauch von Gas (etwa 8.000 kWh pro Haushalt) vorübergehend auf etwa 7,5 Cent gedeckelt werden. Der Grundverbrauch sollte nach Haushaltsgröße und auch nach baulichen Standards weiter differenziert werden. Da lediglich der Grundverbrauch abgesichert werden solle, nicht aber ein darüber hinausgehender Verbrauch, bleibe der Anreiz zum Energiesparen erhalten.

Die Länder sollten zudem Notfallfonds für Menschen einrichten, die ihre Miete, Strom- oder Gasrechnungen nicht bezahlen können oder vor horrenden Nachzahlungen stehen. Zudem müsse sichergestellt werden, dass Vermieter keine Kündigungen aussprechen, wenn Mieter durch die steigenden Lebenshaltungskosten in Zahlungsschwierigkeiten geraten.

Dieser Artikel erschien am 11.7.2022 in Ausgabe #129.