
Christian Meyer, Umweltminister, will sich am Mittwoch näher zu den Plänen einer Moor-Vernässung äußern. "Intakte Moore sind wertvolle Lebensräume und speichern riesige Mengen Treibhausgas. Niedersachsen ist mit rund 38 Prozent der bundesweiten Moorflächen das moorreichste Bundesland. Allerdings haben fast alle Moore durch Entwässerung, Abtorfung und Kultivierung ihren ursprünglichen Charakter und ihre Speicherfähigkeit verloren", erklärte das Ministerium. Mit 34 Millionen Euro sollten nun drei bedeutende Moore in den kommenden zehn Jahren wiederhergestellt werden: Das Altwarmbüchener Moor, das Rehburger Moor und das Trunnenmoor in der Region Hannover seien die Kulisse des Projekts „RePeat“. Jeweils zwölf Millionen Euro steuern das Land Niedersachsen und die Region Hannover zu dem Projekt bei. Hinzu kommen zehn Millionen Euro EU-Förderung aus dem Life-Programm. Zunächst stehe die Information der Öffentlichkeit und aller betroffener Akteure im Zentrum des Projekts. Dann beginne ein umfangreiches Flurbereinigungsverfahren, in dem alle Flächeneigentümer kontaktiert werden. Ziel sei es, möglichst große Moorflächen zu erwerben oder Gestattungsverträge für die notwendigen Arbeiten abzuschließen. Anschließend sollen die Arbeiten im Moor starten: Durch Verschluss, Verlegung oder Neubau der aus dem Moor herausführenden Gräben sowie durch den Bau von Ringwällen im Inneren des Moores solle der bislang gestörte Wasserhaushalt wieder naturnah werden. So könnten die Moore wieder wachsen, das Klima und moortypische Tier- und Pflanzenarten profitieren erheblich.


