Christian Dürr, früherer FDP-Vorsitzender, hat einen neuen Job. Zum 1. August 2026 wird er Geschäftsführer des Münchner Startups "GLE360". Das Unternehmen vernetzt Produzenten von E-Fuels aus aller Welt mit Abnehmern auf Europa. Außerdem bietet es Logistik, technische Beratung und die notwendige Zertifizierung. Der 49-jährige Diplom-Ökonom aus Ganderkesee (Kreis Oldenburg) kommentiert seinen Wechsel so: "Ich freue mich sehr darüber, dass ich das, was ich als Politiker aktiv vorangetrieben habe, jetzt als Unternehmer umsetzen kann. Der Ansatz, ausschließlich auf eine Technologie wie die Elektromobilität zu setzen, wird nicht funktionieren. Deutschland und Europa werden auch weiterhin einen Großteil ihres Energiebedarfs importieren müssen. Der Import und Einsatz von E-Fuels ist ein entscheidender Beitrag dazu, wieder wettbewerbsfähig zu werden und gleichzeitig die Klimaziele nicht aus den Augen zu verlieren." E-Fuels, erklärt das Unternehmen GLE360, werden aus erneuerbarer Energie und CO₂ hergestellt. Sie seien klimaneutral und funktionierten in jedem normalen Verbrennungsmotor, an jeder Tankstelle, ohne Umbau. Auch für Schiffe, Flugzeuge und LKW seien sie eine Alternative. Dürr war bis Mai 2026 Bundesvorsitzender der FDP. Als die Kandidatur von Wolfgang Kubicki für diesen Posten bekannt wurde, trat er nicht wieder zur Wahl an und zog sich kurz darauf aus der Politik zurück.


