Falko Mohrs (SPD), Kulturminister, äußert sich nur sehr zurückhaltend zu dem Wirbel um den diesjährigen Buchhandlungspreis. Während mehrere Politiker aus Göttingen – darunter auch die Landtagsabgeordneten Marie Kollenrott (Grüne) und Carina Hermann (CDU) – das Gespräch suchten oder sich demonstrativ an die Seite des ausgeschlossenen Buchladens „Rote Straße“ stellen, bezeichnet Mohrs den Vorgang lediglich als „bemerkenswert“. Ihn verwundert, dass weder den Betroffenen noch der Öffentlichkeit transparent gemacht wird, wieso sich Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) für den Ausschluss dieser und zwei weiterer Buchhandlungen aus dem Wettbewerb entschieden hat. Begründet hatte Weimer den Schritt mit „verfassungsschutzrelevanten Erkenntnissen“. „Wir können das nicht bewerten – weder in die eine, noch in die andere Richtung“, erklärte ein Sprecher des Wissenschaftsministeriums auf Nachfrage.


