Ulrike Sachs, Landeswahlleiterin, muss den Landeswahlausschuss für heute noch einmal zusammenrufen – obwohl dieses Gremium am 20. Oktober bereits das amtliche Endergebnis der Landtagswahl festgestellt und veröffentlicht hatte. Der Grund ist, dass nachträglich noch geringe Abweichungen im Landkreis Celle aufgefallen waren, die an die Landeswahlleitung erst sehr spät herangetragen wurden. Diese waren auch nur deshalb bekannt geworden, da der Kreis statistische Angaben an das Landesamt für Statistik melden musste. In Celle fiel auf, dass der Briefwahlvorstand für Winsen/Aller einige Stimmzettel offenbar falsch gewertet hatte.

Die Korrektur des amtlichen Wahlergebnisses fällt jetzt zwar minimal aus, wird aber trotzdem vollzogen: Der siegreiche Direktkandidat im Wahlkreis 44 (Bergen), Jörn Schepelmann (CDU), bekommt eine Erststimme mehr. Bei den Zweitstimmen büßt „Die Basis“ vier Stimmen ein, die den „Freien Wählern“ zugutekommen. Sachs erklärte, insgesamt habe es am Wahlabend nur wenige Unregelmäßigkeiten gegeben. In der Gemeinde Mehlbeck in Lüneburg-Land hatte in einem Wahllokal der Linken-Kandidat eine hohe Stimmenzahl erhalten, der Bewerber der SPD nur sehr wenige. Hier prüft die Staatsanwaltschaft Lüneburg den Fall, es besteht der Verdacht einer Manipulation der Wahlniederschrift durch ein Mitglied des Wahlvorstandes.


