Stephan Bothe, AfD-Landtagsabgeordneter und Sozialexperte seiner Fraktion, fordert Vorkehrungen für eine bessere Arzneimittelversorgung in Niedersachsen. Wenn die Apotheken in Deutschland bisher verpflichtet seien, Medikamente zwei Wochen lang im Vorrat zu halten, so reiche das künftig nicht mehr. Eine Lehre aus der Corona-Krise müsse sein, die Bevorratung auf mehrere Monate anzulegen – und dafür auch entsprechende staatliche Vorschriften zu erlassen.
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Bestimmte Wirkstoffe für wichtige Arzneimittel, etwa Schmerzmitteln, Blutdrucksenker oder Antidepressiva, würden in China oder Indien hergestellt. Die Pandemie habe die Produktion auch dort stark beeinflusst, gängige Lieferketten seien teilweise unterbrochen. Wichtig sei, solche Wirkstoffe künftig auch hierzulande herzustellen, damit nicht die Patienten am Ende überhöhte Preise oder andere als die vertrauten Packungsgrößen bezahlen müssten. Hierzulande sorgten bisher hohe bürokratische Hürden und Umweltauflagen dafür, dass die Produktion bestimmter Wirkstoffe sich nicht lohne. Daher reiche ein Appell an die Pharmaindustrie vermutlich nicht aus, es müssten dann auch finanzielle Anreize gegeben werden, auch mit Bezug auf die Arzneimittelforschung.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #087.