In Wuppertal trat der frühere Präsident der Uni Oldenburg und Wirtschaftswissenschaftler Uwe Schneidewind (54), ein Grünen-Mitglied, für Grüne und CDU gegen den amtierenden Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD) an. Im ersten Wahlgang hatte Schneidewind vorn gelegen, in der Stichwahl sah es zum Anfang der Auszählung nach einer Mehrheit für den SPD-Kandidaten aus, dann aber zog Schneidewind nach: Er siegte mit rund 51 Prozent.
Schneidewind ist Mitglied des Club of Rome und Vorstandsmitglied der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung. Er war von 1998 bis 2010 Professor für Produktionswirtschaft an der Uni Oldenburg, zwischen 2004 und 2008 auch Uni-Präsident. 2010 wechselte er als Präsident an das Wuppertal-Institut. Auch die frühere niedersächsische Umweltministerin Monika Griefahn (SPD) kandidierte, sie wollte Oberbürgermeisterin in Mülheim/Ruhr werden. Doch in der Stichwahl unterlag sie gegenüber dem CDU-Kandidaten Marc Buchholz.

