
Anikó Glogowski-Merten, ehemalige FDP-Bundestagsabgeordnete aus Braunschweig, soll neue Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung werden. Über die Berufung der 43-Jährigen hat am Dienstag das Landeskabinett entschieden. Zuvor war das neu berufene Fachkuratorium für die Landeszentrale unterrichtet worden. Glogowski-Merten gehörte zwischen 2021 und 2025 dem Bundestag als Mitglied der niedersächsischen FDP-Landesgruppe an, sie wurde klar im linken Flügel der Freien Demokraten verortet. Ihr Ehemann ist Robert Glogowski, Grünen-Politiker in Braunschweig und Sohn des früheren Ministerpräsidenten Gerhard Glogowski (SPD). Sie stammt aus Havelberg in Sachsen-Anhalt, machte ihr Wirtschaftsabitur am Oberstufenzentrum Wittenberge (Kreis Prignitz) und studierte in Magdeburg für das Lehramt an Gymnasien. Im Bereich der Kunst- und Erziehungswissenschaften hat sie ihren Bachelor abgelegt, später schloss sie ihren Master of Arts im Bereich der Kunstwissenschaften an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig ab. Es folgten bis zur Arbeit im Bundestag mehrere Aufgaben im Bereich der Kunst, auch bei der Friedrich-Naumann-Stiftung. Erst vor wenigen Tagen ließ Glogowski-Merten wieder von sich hören. Der Braunschweiger CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Müller hatte sich in den sozialen Medien über Obdachlose geäußert und auf deren Kleidung verwiesen. Darauf reagierte die frühere FDP-Politikerin mit den Worten: „Man(n) gewinnt nicht an Profil, wenn man(n) über andere herzieht.“ Glogowski-Merten tritt die Nachfolge von Ulrika Engler an, die im vergangenen Jahr die Landeszentrale verlassen hatte.


