AfD steuert auf Neuwahlen zum Landesvorstand noch 2017 zu
Das Schicksal des umstrittenen AfD-Landesvorsitzenden Armin-Paul Hampel entscheidet sich voraussichtlich noch in diesem Jahr. Mehrere Mitglieder des Landesvorstandes, darunter bislang Mitstreiter von Hampel, sind nach der Landtagswahl auf Distanz zum Vorsitzenden gegangen und hatten einen vorgezogenen Landesparteitag mit Neuwahlen vorgeschlagen. Da Hampel erst im Frühjahr gewählt wurde, würde die reguläre Amtszeit des Vorstandes noch bis 2019 reichen. Die Unterzeichner des Briefes, unter ihnen die Vize-Landesvorsitzenden Jörn König (Hannover), Wilhelm von Gottberg (Lüchow-Dannenberg) und Oliver Westphal (Peine), hatten angeregt, einen Sonderparteitag über die Kreisverbände einberufen zu lassen.
Zehn Kreisverbände würden für einen solchen Antrag reichen, es sollen bisher schon mehr sein, die sich für diesen Schritt bereiterklärt haben. Sobald ein Antrag der Kreisverbände an den Landesvorstand abgeschickt wurde, müsste der Landesvorstand schnellstmöglich zu einem Sonderparteitag einladen. Dies dürfte noch vor Weihnachten der Fall sein. Hampel hat allerdings bisher signalisiert, dem Druck der immer zahlreicher werdenden Kritiker an seinem Führungsstil nicht weichen zu wollen. Als mögliche Kandidatin für seine Nachfolge wird immer wieder die Landtagsfraktionsvorsitzende Dana Guth aus dem Kreis Göttingen genannt. Sie war bei der Vorstandswahl im März gegen Hampel angetreten, blieb aber erfolglos.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #192.