Tim Wook, medienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, kritisiert die Pläne des Kulturstaatsministers zur Reform des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks massiv. „Wolfram Weimer ist als Kulturstaatsminister eine Fehlbesetzung. Wer das ZDF privatisieren, Radio Bremen von der Landkarte tilgen und die föderale Rundfunkordnung zerschlagen will, greift die Medienvielfalt in unserem Land frontal an“, teilte Wook mit. Er meint, Weimers Pläne wären gerade für ein Flächenland wie Niedersachsen fatal. „Insbesondere der NDR trägt mit seinen Regionalstudios in der Fläche zur Medienvielfalt bei.“ Er erinnert an den Reformstaatsvertrag, den die Länder gerade beschlossen haben. Dieser sieht mehr Zusammenarbeit und effizientere Strukturen vor. Wook erinnert daran, dass die Länder für die Medienpolitik zuständig seien, und unterstellt Weimer wirtschaftliche Verflechtungen: „Besonders fragwürdig sind seine Pläne angesichts der wirtschaftlichen Verbindungen Weimers in die Verlagswelt und bemerkenswerte Sponsoringpakete seiner Media Group. Ein Staatsminister mit derart ungeklärten Verbindungen zu einem privaten Medienunternehmen sollte öffentlich-rechtliche Angebote nicht als lästige Konkurrenz behandeln.“


